Als Ridesharing-Plattform fokussiert sich mitfahren-bw.de auf Mitfahren. In der Regel nutzen Anbietende von Mitfahrten dazu ihren eignen Pkw. Ridesharing lässt sich aber auch mit Carsharing verbinden. Erfahre hier, wie du Carsharing clever mit dem Mitfahren kombinieren kannst, um noch flexibler und kostengünstiger unterwegs zu sein.
Für das Carsharing gibt es unterschiedliche Varianten:
Carsharing bedeutet, dass du dir ein Auto teilst, anstatt eines zu besitzen. Das Konzept ist einfach: Du registrierst dich bei einem Anbieter, buchst ein verfügbares Fahrzeug per App oder Chipkarte und bezahlst nur für die Zeit, die du es tatsächlich nutzt. Die Kosten für Sprit, Strom, Versicherung und Wartung sind meistens schon im Preis enthalten.
Beim Carsharing fährst du immer selbst. Die drei gängigsten Carsharing-Modelle sind:
- Stationsbasiertes Carsharing: Du holst das Fahrzeug an einer festen Station ab und bringst es nach der Fahrt dorthin zurück. Ideal für geplante Fahrten.
- Free-Floating Carsharing: Die Fahrzeuge stehen frei in einem definierten Geschäftsgebiet. Du findest sie per App und stellst das Auto am Ziel einfach wieder innerhalb des Gebiets ab. Perfekt für spontane One-Way-Fahrten.
- Peer-to-peer-Carsharing: Hier mietest du Autos von Privatpersonen über eine Online-Plattform.
Carsharing und Ridesharing: Wie passt das zusammen?
Du musst kein eigenes Auto besitzen, um eine Fahrt auf einer Ridesharing-Plattform anzubieten. Ein gebuchtes Carsharing-Fahrzeug eignet sich dafür ebenso gut. Indem du freie Plätze Mitfahrenden anbietest, kannst du die Mietkosten für das Auto senken und bist gleichzeitig nachhaltiger unterwegs. So kombinierst du die Vorteile aus beiden Welten: die Flexibilität des Carsharings und die Geselligkeit und Kosteneffizienz des Ridesharings.
Für wen lohnt sich Carsharing?
Carsharing ist eine flexible und oft günstige Alternative zum eigenen Auto, besonders wenn du nur gelegentlich fährst. Es eignet sich super für…
- … Erledigungen und Einkäufe
- … Pendelfahrten, wenn der ÖPNV-Anschluss fehlt
- … Wochenendtrips oder Ausflüge mit Freunden
- … Umzüge, da viele Anbieter auch Transporter haben
Ein Vollkostenvergleich wie vom Bundesverband Carsharing zeigt eine Faustregel auf: Je weniger Kilometer du im Jahr fährst, desto eher lohnt sich Carsharing. Der Schwellenwert liegt demnach zwischen 10.000 und 14.000 Kilometern im Jahr. Fährst du weniger, ist Carsharing meist günstiger als ein eigenes Auto.
So funktioniert's: Von der Registrierung bis zur Fahrt
Der Einstieg ist unkompliziert:
- Registrierung: Erstelle einen Account beim Anbieter deiner Wahl und verifiziere deinen Führerschein.
- Fahrzeug finden & buchen: Finde per App ein Auto in deiner Nähe und reserviere es.
- Öffnen & losfahren: Öffne das Fahrzeug per App oder Chipkarte und starte deine Fahrt.
- Fahrt beenden: Stelle das Auto je nach Modell an der Station oder im Geschäftsgebiet ab.
Kosten und Tarife im Überblick
Die Preise setzen sich meist aus einer Kombination von Zeit- und Kilometerpauschalen zusammen. Für längere Nutzungen gibt es oft Tages- oder Wochenendpakete.
Aber Vorsicht: Gebühren für Falschparken, starke Verschmutzung oder Verspätungen können schnell teuer werden, auch weil sie zusätzliche Verwaltungskosten nach sich ziehen, die an die Nutzenden übertragen werden.
Sicherheit und rechtliche Aspekte
- Versicherung: Alle Fahrzeuge sind haftpflicht- und kaskoversichert. Achte aber auf die Höhe der Selbstbeteiligung im Schadensfall.
- Fahrzeugcheck: Prüfe das Auto vor jeder Fahrt kurz auf sichtbare Schäden und melde diese per App.
- Datenschutz (DSGVO): Anbieter erheben Daten wie deinen Standort und Fahrtverlauf. Informiere dich in der Datenschutzerklärung des jeweiligen Anbieters.
Spezielle Anwendungsfälle und Zielgruppen
- Pendeln: Carsharing kann eine gute Option sein, wenn die Verfügbarkeit zu Stoßzeiten an deinem Wohn- und Arbeitsort verlässlich ist.
- Firmen: Viele Anbieter haben Business-Tarife mit Vorteilen wie zentraler Abrechnung und einfacher Verwaltung von Fahrberechtigungen.
- Familien: Kindersitze musst du meist selbst mitbringen. Die Mitnahme von Tieren ist oft nicht oder nur in Transportboxen erlaubt.
- Barrierefreiheit: Fahrzeuge mit Rampen oder speziellen Umbauten sind selten. Prüfe die Angebote der Anbieter genau, wenn du auf barrierefreie Optionen angewiesen bist.
Carsharing im Mobilitätsmix von Baden-Württemberg
Carsharing ist ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende. Es lässt sich ideal mit dem ÖPNV kombinieren, zum Beispiel für die „letzte Meile“ von der Haltestelle nach Hause. An vielen Mobilstationen in Baden-Württemberg findest du Carsharing-Fahrzeuge direkt neben Leihfahrrädern und ÖPNV-Anschlüssen. Das macht den Umstieg einfach und bequem – und bietet die Gelegenheit, die „letzte Meile“ gemeinschaftlich per Ridesharing zu absolvieren.
Häufige Fragen zum Carsharing
- Was ist Carsharing und welche Modelle gibt es?
Carsharing bedeutet, dass du ein Auto mit anderen teilst, anstatt es zu besitzen, und nur für die Nutzung bezahlst. Die drei gängigsten Modelle sind stationsbasiertes Carsharing (feste Abhol- und Rückgabestationen), Free-Floating (flexible Anmietung und Abgabe im Geschäftsgebiet) und Peer-to-Peer-Carsharing (Miete von Privatfahrzeugen).
- Wie kann ich Carsharing mit Ridesharing kombinieren?
Du kannst ein Carsharing-Fahrzeug mieten und freie Plätze an Mitfahrende auf den teilnehmenden Portalen von mitfahren-bw.de anbieten. So teilst du dir die Mietkosten für das Auto.
- Für wen lohnt sich Carsharing?
Carsharing lohnt sich besonders, wenn du weniger als 10.000 bis 14.000 Kilometer pro Jahr fährst, da es dann oft günstiger ist als ein eigenes Auto. Es ist ideal für gelegentliche Fahrten wie Einkäufe, Ausflüge oder Pendelstrecken ohne guten ÖPNV-Anschluss.
- Wie kompliziert ist die Anmeldung?
Der Einstieg ist sehr einfach. Du erstellst online einen Account beim Anbieter, verifizierst deinen Führerschein und kannst danach direkt per App oder Chipkarte Fahrzeuge finden, buchen und öffnen.
- Bin ich in einem Carsharing-Auto versichert?
Ja, alle Fahrzeuge sind haftpflicht- und kaskoversichert. Du solltest dich vor der Fahrt aber immer über die Höhe deiner Selbstbeteiligung im Schadensfall informieren.
- Was muss ich bei der Mitnahme von Kindern oder Tieren beachten?
Kindersitze musst du in der Regel selbst mitbringen. Die Mitnahme von Tieren ist bei vielen Anbietern nicht oder nur in einer geeigneten Transportbox erlaubt. Prüfe hierzu am besten die AGB des jeweiligen Anbieters.
- Gibt es barrierefreie Carsharing-Angebote?
Fahrzeuge mit speziellen Umbauten wie Rampen sind leider noch selten. Wenn du auf barrierefreie Optionen angewiesen bist, solltest du die Angebote der Anbieter gezielt prüfen und direkt kontaktieren.